Ideologische Grabenkämpfe, Affären und Intrigen haben DIE LINKE an den Rand des Scheiterns gebracht. Vorbei sind die Zeiten spektakulärer Wahlerfolge unter Oskar Lafontaine. Das einst gefeierte Projekt schlittert von Niederlage zu Niederlage. Westdeutsche Fundamentalisten und ostdeutsche „Reformer“ – was sich vor fünf Jahren zusammentat, ist noch immer nicht zusammengewachsen.
Die Autoren werfen einen profunden Blick in das Innenleben einer zerrissenen Partei, die nicht so neu ist wie sie ihren Wählern vorgaukelt. Die Tradition der LINKEN reicht weit zurück in eine unrühmliche Vergangenheit. Dieses Buch untersucht die Geschichte der Partei und ihrer Vorgänger PDS und WASG, erkundet ihren Platz im deutschen Parteiensystem, erklärt Erfolge und Misserfolge bei Wahlen – und analysiert Organisation, Strategie und Ideologie der LINKEN aus dem Blickwinkel der Extremismusforschung. Zu der umfassenden Darstellung gehören biografische Porträts der führenden Köpfe der LINKEN.
Prof. Dr. Eckhard Jesse lehrt Politikwissenschaft an der TU Chemnitz.
Dr. Jürgen P. Lang ist Politikwissenschaftler und Redakteur beim Bayerischen Fernsehen.
"Keine Frage: Auf den gut 400 Seiten bekommt man eine äußerst faktenreiche Darstellung der Geschichte der Linkspartei geboten, die Autoren kennen sich aus, haben Material zusammengetragen, das in dieser Fülle in der bisherigen Literatur kaum zu finden ist. Der Leser findet ausführliche Übersichten zusammengestellt und biografische Porträts führender LINKEN-Politiker beigefügt." (Neues Deutschland)
"Das Kapitel über deren (das sind die amtlichen Verfassungsschützer in Bund und Ländern) Umgang mit der Linkspartei enthüllt einen Opportunismus, der rechtsstaatlichen Prinzipien hohnspricht. (...) Eine wertvolle Frucht akribischer Forschung (...) ist die Typologie der Mitglieder des Bundestags der 16. und 17. Wahlperiode sowie der drei jüngsten Parteivorstände. (...) Ihre (das sind die Autoren) Streitschrift für ein normatives Demokratieverständnis verdient schon deshalb Aufmerksamkeit, weil der 'demokratische Sozialismus' mit der Umwertung grundlegender Begriffe keineswegs gescheitert ist." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)