Schon 1358 hatte der französische Bischof Nicolas von Oresme erkannt, dass künstliche Ausweitungen der Geldmenge vor allem von den Währungshütern selbst betrieben werden. Diese seien für Handel und Wirtschaft schädlich und bedrohten sogar die Zivilisation.
Und 1859 schrieb Friedrich Wilhelm Raiffeisen: »Es schreit die ganze Welt nach Geld, und zwar nach möglichst billigem Gelde. Je leichter, je mehr und je billiger dieses erlangt wird, umso schlimmer werden die Zustände werden.«
Die Politik des billigen Geldes hat fatale Konsequenzen, wie die gegenwärtige Finanzkrise schmerzlich verdeutlicht. Wenn staatliche Zentralbanken die Krise wieder mit einer Niedrigzinspolitik bekämpfen, ist die nächste Blase vorprogrammiert.
Andreas Hoffmann, Jörg Guido Hülsmann, Ekkehard A. Köhler, Thorsten Polleit, Frank Schäffler, George Selgin, Norbert F. Tofall und Lawrence H. White analysieren nicht nur die Rolle der Zentralbanken bei der Entstehung der Finanzkrise, sondern zeigen auch Lösungsmöglichkeiten auf, wie man vom schlechten zu gutem Geld gelangt.
»Das Entstehen der heutigen Krise und ihr Übergreifen auf die gesamte Welt stellen uns vor eine alte, aber immer noch unbeantwortete Frage: welche Art von internationaler Währungsreserve brauchen wir, um globale finanzielle Stabilität zu gewährleisten und das Weltwirtschaftswachstum zu lenken? … Obige Frage, … wie die weiter andauernde Finanzkrise zeigt, ist noch lange nicht beantwortet und hat aufgrund der damit verbundenen Schwäche des aktuellen internationalen Geldsystems an Schärfe gewonnen.« Zhou Xiaochuan, Präsident der Chinesischen Zentralbank, 2009. »In einer aus verschiedenen souveränen nationalen Staaten bestehenden Welt gibt es zwingende politische Gründe, aus denen nur Gold (oder andere Edelmetalle) eine erfolgreiche internationale Währung sein könnte, und nicht etwa künstliche internationale von einer internationalen Behörde ausgegebene Währungen.«
Friedrich A. Hayek, Monetary Nationalism and International Stability, New York, 1937.
»Mit so vielen Vorteilen gegenüber allen anderen Wettbewerbern ist es ganz normal, dass die Bank of England alle anderen hinter sich gelassen hat. Unweigerlich wurde sie die Bank in London. Alle anderen Banker gruppierten sich um sie herum und hinterlegten ihre Reserve dort. So war unser Ein-Reserve-System nicht bewusst auf bestimmte Gründe abgestellt, sondern es war die sich fortlaufend entwickelnde Konsequenz vieler einzelner Ereignisse und der Anhäufung gesetzlicher Privilegien einer einzigen Bank, ... wofür heute keiner mehr eintreten würde.«
Walter Bagehot, Lombard Street: A Description of the Money Market, London, 1873
Dr. Peter Altmiks, Jahrgang 1965, wohnt in Berlin, zwei Kinder. Studium der Wirtschaftswissenschaft in Paderborn und am St. Olaf College, USA; Promotion an der Universität Potsdam.
Arbeitsschwerpunkte: Bildungsfinanzierung und -organisation, Grundsicherungsmodelle, Marktwirtschaft, Gesundheitspolitik und Alterssicherung
Interessen: Bürgerrechte; Wirtschafts- und Sozialpolitik, Finanz- und Haushaltspolitik, Privatkundengeschäft und Banktechnologie
Ausgewählte Veröffentlichungen: Liberales Bürgergeld kontra bedingunsloses Grundeinkommen, 2009; Leistungsindikatoren – Systematisierung und Problematisierung, Aufsatz, 1999; Wettbewerbliche Reform des Länderfinanzausgleichs, in : Baus/Scheller/ Hrbek, Der Deutsche Föderalismus 2020 - Die bundesstaatliche Kompetenz- und Finanzverteilung im Spiegel der Föderalismusreform I und II, 2009; Gleichstellung im Spannungsfeld der Hochschulfinanzierung (Hrsg.), 2000